18 Martin Bäumler
+ Das Leben eines Ronneburgers +

Spielberichte 12-13

Spielberichte 2012/2013
interne Torschützenliste des HSV in der Thüringenliga:

  • 1. Mirko Alexy 189 Tore / 23 Spiele
  • 2. Christopher Eisenstein 124 Tore / 20 Spiele
  • 3. Denny Wiesner 55 Tore / 26 Spiele
  • 4. Silvio Stölzner 50 Tore / 25 Spiele
  • 5. Martin Bäumler 49 Tore / 23 Spiele
  • 6. Sebastian Eisenstein 41 Tore / 26 Spiele
  • 7. Udo Werler 40 Tore / 23 Spiele
  • 8. Christian Lange 32 Tore / 17 Spiele
  • 9. Andre Stölzner 30 Tore / 24 Spiele
  • 10. Holger Seidemann 25 Tore / 21 Spiele
  • 11. Marco Müller 3 Tore / 13 Spiele
  • 12. Michael Halbauer 2 Tore / 8 Spiele
  • 13. Fabian Biesel 1 Tor / 5 Spiele
  • 14. Rene Meißner 0 Tore / 21 Spiele
  • 14. Hannes Seidemann 0 Tore / 16 Spiele
  • 14. Matthias Franke 0 Tore / 13 Spiele
  • 14. Silvio Buschner 0 Tore / 1 Spiel
  • 14. Stefan Koska 0 Tore / 1 Spiel
  • 14. Daniel Beer 0 Tore / 0 Spiele
HSV Ronneburg - SV Fortuna Großschwabhausen 27:17 (14:9)

1. Männer | 04.05.2013

Koska feiert zwischen den Pfosten
Ronneburger rücken durch Kantersieg gegen Großschwabhausen noch auf Platz sieben vor


Es wurde lange gefeiert in Ronneburg am Sonnabend Abend. Bis in die Nacht hinein ließen Handballer und Anhänger eine erfolgreiche Saison ausklingen, die der HSV durch einen 27:17-Kantersieg gegen Großschwabhausen nochmals begeisternd abschloss. Somit rückte die Koska-Sieben noch auf Platz sieben nach vorn. Mit einer ganz starken Rückrunde hatten sich die Ronneburger schnell aus dem Abstiegskeller nach oben gearbeitet, wobei gerade in den Heimspielen die Fans das wiederbelebte Wir-Gefühl in Handball-Ronneburg heraufbeschworen und die Sporthalle Zeitzer Straße zur fast uneinnehmbaren Festung machten.
Das bekam zum Abschluss auch Großschwabhausen nochmals zu spüren. "Die wollten hier nicht verlieren. Aber wir waren bärenstark. Das Präsidium hat einen langen Atem bewiesen und nach unserem schwerfälligen Saisonstart nicht die Nerven verloren. Da sieht man, was man erreichen kann, wenn man in Ruhe arbeiten kann", strahlte HSV-Trainer Stefan Koska, den seine Mannschaft 75 Sekunden vor Abpfiff nach einer Auszeit als Torwart zwischen die Pfosten beorderte. Der 53-Jährige blieb sogar ohne Gegentor und flachste hinterher: "Wir wollten, dass Udo Werler diesmal nicht der älteste Spieler auf dem Feld ist." Ronneburgs Vereinspräsident Leif Pöhnitzsch stimmte ebenfalls in das Loblied ein. "Die junge Mannschaft hat sich selbst aus einer schwierigen Lage befreit. Da ist eine Einheit zusammengewachsen, ist Woche für Woche als Team aufgetreten. Das merken die Zuschauer natürlich und identifizieren sich mit dem Spielern", so Pöhnitzsch. Für Großschwabhausen war in Ronneburg von Anfang an nicht viel zu holen. Bis zum 6:5 (12.) blieben die Gäste dran, die aber stets im Hintertreffen lagen und nie den Ausgleich schafften. Mitte der ersten Halbzeit zog der HSV das Tempo an. Insbesondere Christopher Eisenstein zerrte mit seinen sechs Treffern vor der Pause immer wieder an den Ketten. Beim 11:6 (19.) hatte der Gastgeber erstmals fünf Tore zwischen sich und Großschwabhausen gebracht. Als dann auch noch der zunächst geschonte Mirko Alexy seine Einsatzzeiten erhielt, zogen die Ronneburger Tor um Tor davon. Hatte Stammkeeper Rene Meißner in Halbzeit eins mit zehn Paraden aufgewartet, setzte der nach Wiederbeginn in den Kasten gerückte Hannes Seidemann noch einen drauf. Gleich 15 gehaltene Bälle konnte er am Ende aufweisen, so dass sich auch der HSV den einen oder anderen Fehlwurf leisten konnte. In Gefahr geriet man nie und setzte sich über die Stationen 17:11 (40.) und 22:14 (50.) kontuniuerlich bis zum 27:17-Endstand ab.

Ronneburg: 1 Ha.Seidemann, 12 S.Koska, 16 R.Meißner - 2 C.Eisenstein (9), 3 M.Halbauer, 6 U.Werler (2), 8 C.Lange (3/1), 9 A.Stölzner (2/2), 10 S.Stölzner (2), 11 D.Wiesner (1), 14 S.Eisenstein, 15 M.Alexy (6), 18 M.Bäumler (2), 23 Ho.Seidemann

Siebenmeter: Ronneburg 3/3 | Großschwabhausen 4/1
Zeitstrafen: Ronneburg 6x2 min | Großschwabhausen 1x2 min

Schiedsrichter: C.Klich | L.Pfefferkorn (Eisenberg/Altenburg)
SG Suhl/Goldlauter - HSV Ronneburg 27:28 (12:14)

1. Männer | 27.04.2013

Ronneburger gewinnen auch in Suhl

Der HSV Ronneburg hat den Kampf um den sechsten Tabellenplatz noch nicht aufgegeben. In der Sporthalle Wolfsgrube bezwang die Koska-Sieben den Tabellenelften Suhl/Goldlauter mit 28:27, wobei der Gäste-Elfolg jederzeit verdient war. Die Ronneburger mussten neben Torjäger Mirko Alexy auch auf Holger Seidemann und Udo Werler verzichten. Doch profitierte man wieder einmal von der Ausgeglichenheit im Team. Jeder der acht aufgebotenen Feldspieler trug sich in die Torschützenliste ein. Zunächst führte Suhl mit ein, zwei Toren, ehe der HSV nach dem 8:10 (20.) zu einem ersten Zwischenspurt ansetzte und zur Halbzeit selbst mit 14:12 vorn lag. Mit 16 parierten Bällen war Keeper Rene Meißner einmal mehr ein starker Rückhalt seiner Mannschaft. Als dann Hannes Seidemann für einen Siebenmeter zwischen die Pfosten wechselte und diesen gleich meisterte, setzte er die Begegnung mit ähnlichen Werten fort. Christopher Eisenstein warf sich auch nach und nach warm und trug mit seinen fünf Treffern allein nach Wiederbeginn maßgeblich dazu bei, dass der Gast sich bis zum 25:22 (50.) ein kleines Polster erarbeitete, von dem man in der hektischen Schlussphase zehren konnte und so den Vorsprung bis zum 28:27 über die Zeit rettete. "Wir wussten, dass die Suhler mit ihren Spielern etwas in die Jahre gekommen sind und haben deshalb auf ein schnelles Spiel gesetzt, das die Mannschaft gut umgesetzt hat. Zum Schluss lagen wir immer vorn, wenngleich es noch etwas eng wurde", resümierte Ronneburgs Trainer Stefan Koska, der das Heimpublikum am nächsten Sonnabend zur Abschlussparty gegen Fortuna Großschwabhausen einlädt. Dann weiß man auch, wie hoch man gewinnen muss, um eventuell noch Platz sechs zu erreichen.       

Ronneburg: R.Meißner, Ha.Seidemann - C.Eisenstein (7), M.Halbauer (1), C.Lange (4), A.Stölzner (3/2), S.Stölzner (4), D.Wiesner (2/1), S.Eisenstein (5), M.Bäumler (2)

Siebenmeter: Suhl 4/3 | Ronneburg 5/3
Zeitstrafen: Suhl 4x2 min | Ronneburg 2x2 min

Schiedsrichter: R.Langbein | F.Schmidt (Saalfeld/Auma)
SV T&C Behringen/Sonneborn - HSV Ronneburg 22:21 (14:8)

1. Männer | 20.04.2013

HSV trotz Aufbäumens ohne Punkte

Beim sehr heimstarken Tabellensechsten Behringen/Sonneborn mussten die Ronneburger Thüringenliga-Handballer eine knappe 21:22-Niederlage hinnehmen. "Die ersten 20 Minuten haben wir gegen die Härte des Gastgebers kein Mittel gefunden", hatte HSV-Trainer Stefan Koska schnell eine Erklärung parat. "Da hatte ich mir von den Schiedsrichtern mehr Durchgreifen gewünscht", ergänzte er. Ohne den wegen einer Knieverletzung pausierenden Mirko Alexy (Koska: "Wäre es noch um etwas gegangen, hätte er gespielt. So wollten wir nichts riskieren") hakte es zunächst in der Ronneburger Offensive. Nur Christopher Eisenstein wurde vor der Pause mit fünf Toren den Ansprüchen des Trainers gerecht. Alle anderen zeigten sich mehr oder weniger beeindruckt oder kamen mit dem absoluten Klebemittelverbot nicht zurecht. Dabei hielt Torwart Rene Meißner mit zehn  parierten Bällen den Rückstand noch in Grenzen. Erst, als der nach Wiederbeginn auf 8:16 anwuchs, wachten die HSV-Handballer auf, die insgesamt drei Siebenmeter verwarfen. Mit schnellem Handball kam Tor um Tor man näher. Behringen/Sonneborn fand kaum noch Mittel. Nach dem 13:17 (40.) war beim 19:20 zehn Minuten vor Schluss wieder alles drin. Beim 21:21 kurz vor Abpfiff war für die Ronneburger sogar ein Sieg greifbar. Doch vorn verwarf man. Beim folgenden Konter kassierte Holger Seidemann die rote Karte. Trotzdem erzielte der Gastgeber drei Sekunden vor Spielende das 21:22. "Wir haben zu viele klare Bälle verworfen, uns nach dem Wechsel aber zurückgekämpft. Heute hat nicht die bessere sondern die glücklichere Mannschaft gewonnen", äußerte sich Ronneburgs Trainer Stefan Koska abschließend.

Ronneburg: R.Meißner, Ha.Seidemann - C.Eisenstein (10/1), U.Werler, C.Lange, A.Stölzner (1/1), S.Stölzner (2), D.Wiesner (3), S.Eisenstein (3), M.Bäumler (2), Ho.Seidemann (RK)

Siebenmeter: Behringen 8/5 | Ronneburg 5/2
Zeitstrafen: Berhringen 6x2 min | Ronneburg 4x2 min (+ 1 RK)

Schiedsrichter: M.Weißenborn | B.Birkenfeld (???)
HSV Ronneburg - SV Aufbau Altenburg 26:23 (15:11)

1. Männer | 13.04.2013

Von Erfolg zu Erfolg

Ronneburger Handballer feiern 26:23-Sieg im Ostthüringenderby gegen Aufbau Altenburg. Die Ronneburger Handballer ziehen weiter von Erfolg zu Erfolg. Im Ostthüringenderby musste nun auch Aufbau Altenburg die Stärke der Koska-Sieben anerkennen. Der HSV gewann mit 26:23. "Das war das erwartet schwere Spiel. Anfangs hatten wir noch Probleme in der Deckung und viele Zeitstrafen kassiert. Schöner Handball sieht sicherlich anders aus. Aber jetzt haben wir 22 Punkte und ich glaube, es werden nicht die letzten gewesen sein", sagte Gastgeber-Trainer Stefan Koska mit einem blauen rechten Auge, das er sich beim Abschlusstraining am Freitag von einem abgeprallten Ball geholt hatte. Ein blaues Auge holten sich die Ronneburger lediglich zu Beginn. Da stimmte es in der Deckung noch nicht, weil in der Mitte Holger Seidemann verletzt ausgefallen war und Silvio Stölzner nach drei Zwei-Minuten-Strafen frühzeitig aus dem Spiel war. Beide wurden im Zentrum durch Udo Werler und Christian Lange ersetzt, die sich immer besser einfuchsten. Bis zum 5:5 (10.) lief der HSV einem Rückstand hinterher, konnte sich dann aber schon bis auf 13:8 (20.) absetzen. Die Ausgeglichenheit war abermals die große Ronneburger Stärke. Schon bis zu diesem Zeitpunkt hatten sich sechs Spieler in die Torschützenliste eingetragen. Im Tor war zudem Rene Meißner mit insgesamt 18 gehaltenen Bällen wiederum ein großer Rückhalt. Bis zum 15:11-Halbzeitstand verschnaufte der Gastgeber etwas, um nach Wiederbeginn erneut das Tempo anzuziehen. Entfesselt aufspielende HSV-Handballer brachten die Halle zum Toben. Mit einem Doppelschlag sorgte der im dritten Frühling befindliche Udo Werler für das 21:13 (40.). Jeder Spieler hatte seinen Platz in der Mannschaft. Mit zunehmender Spielzeit ließen bei den Ronneburgern Kraft und Konzentration etwas nach. Die groß gewachsenen Altenburger Oliver Schörnig und Daniel Bonstädt fanden Lücken in der HSV-Defensive. Mit Kontern hielt der Gastgeber die Doering-Sieben auf Distanz. Beim 25:22 (57.) wurde es für die Ronneburger noch einmal eng. Vorn gelang nicht mehr viel. Die Halle war freilich fest in HSV-Hand. Und der Gastgeber feierte mit seinen Fans. Als Christopher Eisenstein per technisch perfektem Kempa-Trick - das Zuspiel kam von Mirko Alexy - das 26:23 (60.) markierte, kannte der Ronneburger Jubel keine Grenzen.

Ronneburg: R.Meißner, Ha.Seidemann - C.Eisenstein (8), M.Halbauer, U.Werler (3), C.Lange, A.Stölzner (1), S.Stölzner (4/Disqu.), D.Wiesner (1/1), S.Eisenstein, M.Alexy (7), M.Bäumler (2)

Siebenmeter: Ronneburg 1/1 | Altenburg 8/3
Zeitstrafen: Ronneburg 7x2 min (+ 1 Disqu.) | Altenburg 3x2 min (+ 1 Disqu.)

Schiedsrichter: K.Kallenbach | R.Vockenberg (Bad Salzungen/Eisenach)
Nordhäuser SV - HSV Ronneburg 24:30 (8:16)

1. Männer | 06.04.2013

HSV setzt nächstes Glanzlicht
Ronneburger siegen beim Tabellenvierten Nordhausen ungefährdet


Die Thüringenliga-Handballer des HSV Ronneburg haben beim bisherigen Tabellenvierten Nordhäuser SV das nächste Achtungszeichen gesetzt. Mit dem 30:24-Auswärtssieg gelang praktisch der vorzeitige Klassenerhalt. "Ich muss in meiner Trainerlaufbahn lange zurückdenken, um mich an ein solche tolles Spiel zu erinnern. So eine Leistung hatte ich nicht erwartet", geriet HSV-Trainer Stefan Koska noch 24 Stunden nach der Begegnung ins Schwärmen. Knapp 100 Ronneburger Handball-Anhänger hatten ihr Team in den Südharz begleitet und erlebten von der ersten Minute an eine Gala-Vorstellung ihrer Mannschaft. Schon im ersten Drittel von Halbzeit eins legte der Gast den Grundstein. Die 8:3-Führung (10.) basierte auf sechs HSV-Torschützen und einem überragenden Torwart Hannes Seidemann, der den Nordhäusern fünf Bälle abkaufte. Hannes Seidemann vertrat den im Urlaub befindlichen Rene Meißner meisterlich. Insgesamt zeigt er 22 Paraden und hielt somit fast die Hälfte aller Würfe des Gastgebers. "So wie heute habe ich auch Denny Wiesner im Ronneburger Trikot noch nie gesehen", strahlte Trainer Stefan Koska. Der schon als ewiges Talent verschrieene Ex-Geraer scheint sich beim HSV endlich durchzubeißen und lieferte seine beste Saisonleistung ab. Neun Tore standen für ihn zu Buche, womit er sogar eines mehr aufweisen konnte als Torjäger Mirko Alexy, der acht Mal ins Schwarze traf. Auch bei Silvio Stölzner erkannte der Ronneburger Trainer Führungsqualitäten. Schon zur Halbzeit führte der Gast deutlich mit 16:8. Doch im Saisonverlauf hatte der HSV schon manches Mal klare Vorsprünge verspielt. Diesmal aber blieb die Konzentration doch. Man geriet nie in Gefahr und verteidigte die Führung über die Stationen 20:12 (40.) und 23:16 (50.) bis zum 30:24-Endstand. "Nun wollen wir nächste Woche daheim auch gegen Aufbau Altenburg gewinnen. In der Tabelle blicken wir noch vorn. Vielleicht schaffen wir es noch auf Platz sechs", war Stefan Koska nach dem Abpfiff schon auf der Suche nach neuen Zielen.
 
Ronneburg: Ha.Seidemann, S.Buschner - C.Eisenstein (2), U.Werler (3), C.Lange (2), A.Stölzner, S.Stölzner (4), D.Wiesner (9/4), S.Eisenstein, M.Alexy (8/1), M.Bäumler (2), Ho.Seidemann

Siebenmeter: Nordhausen 4/4 | Ronneburg 6/5
Zeitstrafen: Nordhausen 5x2 min | Ronneburg 9x2 min

Schiedsrichter: Kolb | Raßbach
VfB Mühlhausen 09 - HSV Ronneburg 31:15 (14:9)

1. Männer | 22.03.2013

Nichts zu holen in Mühlhausen
Ronneburger gehen beim Tabellenzweiten unter


In der Nachholepartie beim neuen Tabellenzweiten in Mühlhausen war für den HSV Ronneburg, der zuletzt 7:1 Punkte in Folge erspielt hatte, nichts zu holen. Klar und deutlich mit 15:31 zog der Gast am Freitag Abend den Kürzeren. "Ohne Martin Bäumler, Andre Stölzner und Mirko Alexy war dort nichts zu holen. In der ersten Halbzeit konnten wir den Rückstand noch begrenzen. Nach dem Wechsel ging dann nichts mehr", stellte HSV-Trainer Stefan Koska fest, dessen Team sich immer mehr Fehler leistete und die für ihr gefährliches Konterspiel bekannten Mühlhauser förmlich zum Torewerfen einlud. Über die Stationen 4:6 (10.) und 6:10 (20.) kam ein 9:14-Pausenrückstand zustande, den Gäste-Torwart Rene Meißner mit neun gehaltenen Bällen noch im Rahmen hielt. Nach Wiederbeginn folgte der Einbruch. "Da fehlt uns dann eben ein Routinier, der den Ball in den eigenen Reihen hält. Nach so einem Spieler halten wir Ausschau", verriet Stefan Koska. Seine Mannschaft mühte sich bis zum 15:24 (50.), ehe in den zehn Schlussminuten gar kein eigener Treffer mehr gelang und Mühlhausen auf 15:31 davon zog. "Hier war für uns nichts zu holen", war HSV-Trainer Koska nicht sonderlich traurig, zumal der Thüringer Handballverband im Vorfeld der Partie verkündet hatte, die angestrebte Reduzierung der Thüringenliga für ein Jahr auszusetzen. "Da sehe ich die Gefahr, dass sich meine jungen Spieler zu sicher fühlen. Mit dem Druck konnten wir bisher ganz gut umgehen. Jetzt müssen wir aufpassen", so Koska, dessen Team nach der Osterpause am 6. April beim Tabellenvierten Nordhäuser SV anzutreten hat.

Ronneburg: R.Meißner, Ha.Seidemann - C.Eisenstein (3/1), M.Hallbauer, U.Werler (1), C.Lange (3), S.Stölzner (1), D.Wiesner (3/1), S.Eisenstein (2), Ho.Seidemann (2)

Siebenmeter: Mühlhausen 4/4 | Ronneburg 4/2
Zeitstrafen: Mühlhausen 6x2 min | Ronneburg 8x2 min.

Schiedsrichter: ? | ? (?)
HSV Ronneburg - HSG Werratal 05 28:25 (15:14)

1. Männer | 16.03.2013

Ronneburger Serie hält an
Koska-Sieben bezwingt auch den Tabellenzweiten Werratal


Die Thüringenliga-Handballer des HSV Ronneburg scheinen derzeit nicht zu stoppen. Auch im vierten Spiel in Folge blieb die Koska-Sieben ungeschlagen und machte mit dem 28:25-Erfolg gegen den Tabellenzweiten HSG Werratal 05 Spitzenreiter GoGo Hornets vorzeitig zum Meister. Für die Breitunger Gäste war es die erste Niederlage in der Rückrunde. "Es ist Wahnsinn, was wir zurzeit abliefern. Wir sind zwar längst noch nicht gesichert, haben mit dem 7:1 Punkten aus den letzten vier Partien aber einen Riesensprung gemacht. Wir schauen nach vorn und wollen unseren Lauf fortsetzen", fand HSV-Trainer Stefan Koska kaum Worte. Die Ronneburger hatten einen Start nach Maß hingelegt. Mirko Alexy und Silvio Stötzner legten mit ihrem Toren zum 6:1 (13.) einen Traumstart hin. Hinten brachte Torwart Rene Meißner die begeistert mitgehenden Zuschauer mit mehreren spektakulären Paraden sofort hinter sich und die Mannschaft. Allerdings war Werratal nicht durchgängig auszuschalten. Beim 7:8 (20.) geriet der Gastgeber erstmals in Rückstand. "Wir haben aber immer eine Reaktion gezeigt. Auch daran sieht man die tolle Entwicklung, die die Mannschaft hingelegt hat", so Koska, dessen Ronneburger zur Halbzeit wieder mit 15:14 in Front lagen. Es blieb auch nach dem Wechsel eine Begegnung auf Augenhöhe, in der sich keine Mannschaft absetzen konnte. Die Führungen wechselten, mal lag der HSV mit 19:18 (40.), mal Werratal mit 21:22 (50.) vorn. Der in der ersten Halbzeit zwischen die Ronneburger Pfosten gerückte Hannes Seidemann lief zu großer Form auf und verzeichneten am Ende zwölf gehaltene Bälle. Damit hielt er die Ronneburger im Spiel, die noch in der Schlussphase beim 22:24 und 24:25 einem Rückstand hinterherliefen. Doch der von den Zuschauern frenetisch angefeuerte Gastgeber bekam noch die Kurve. Man behielt die Übersicht und wendete mit vier Treffer in Folge noch das Blatt, wobei allein in den letzten zehn Minuten fünf Ronneburger Spieler zu Torschützenehren kamen. Die Last der Verantwortung war auf mehrere Schultern verteilt. Nur so war die Manndeckung gegen Torjäger Mirko Alexy zu kompensieren, der mit neun Treffern dennoch erfolgreichster Ronneburger war. Bereits am kommenden Freitag ist der HSV erneut an der Reihe, wenn man um 20 Uhr im Nachholespiel beim Tabellendritten Mühlhausen gastiert.

Ronneburg: R.Meißner, Ha.Seidemann - C.Eisenstein (2), U.Werler, C.Lange (1), A.Stölzner, S.Stölzner (4), D.Wiesner (5/1), S.Eisenstein (2), M.Alexy (9/3), M.Bäumler (2), Ho.Seidemann (3)

Siebenmeter: Ronneburg 7/4 | Werratal 6/4
Zeitstrafen: Ronneburg 5x2 min | Werratal 4x2 min (+ 1 Disqu.)

Schiedsrichter: ? | ? (?)
SV Hermsdorf II - HSV Ronneburg 15:33 (6:13)

1. Männer | 09.03.2013

Ronneburg mit Galavorstellung
Koska-Sieben gelingt erster Auswärtssieg der Saison


Mit einer überzeugenden Vorstellung haben die Thüringenliga-Handballer des HSV Ronneburg bei der Hermsdorfer Reserve nicht nur ihren ersten Auswärtssieg der Saison eingefahren sondern auch den Anschluss ans Tabellenmittelfeld geschafft. Mit dem unerwartet deutlichen 33:15-Erfolg rückte die Koska-Sieben auf Rang acht nach vorn. "Von der ersten Minute an haben wir sehr konsequent agiert und immer in Führung gelegen. So sind wir nie in Gefahr geraten. Zur Halbzeit lagen wir schon mit sieben Toren vorn. Das Selbstvertrauen hat man dann gespürt", strahlte HSV-Trainer Steffen Koska nach der Galavorstellung seiner Mannschaft. Über die Stationen 6:3 (10.) und 9:4 (20.) enteilten die Gäste kontinuierlich und führten zur Pause schon mit 13:6. Besonderen Anteil daran hatte einmal mehr der Ex-Hermsdorfer Rene Meißner im Tor, der mit zehn Paraden seine ehemaligen Mitspieler fast zur Verzweiflung brachte. Sechs Tore von Mirko Alexy taten ihr Übriges. Auch wenn die Ronneburger nach Wiederbeginn kurz schwächelten und in den zehn Minuten nach der Pause nur vier Treffer warfen, besann sich der Gast schnell wieder eines Besseren. "Es hat sich bemerkbar gemacht, dass wir wechseln konnten", so Koska, der das vor allem auf Christopher Eisenstein bezog, der in der Schlussviertelstunde vier Treffer markierte. Die Hermsdorfer Moral sank mit jedem Gegentor. Beim 11:23 (51.) sangen die Ronneburger Fans: "Der HSV ist wieder da!" Er blieb es bis zum Abpfiff und spielte sich förmlich in einen Rausch. Alle elf (!) Feldspieler trugen sich in die Torschützenliste ein. Auch A-Junior Michael Hallbauer traf. Nach drei vergebenen Chancen schenkte man dem Youngster einen Siebenmeter, den er frech per Trickwurf zum 15:32 (60.) verwandelte. Zum Ausruhen gibt es für die Ronneburger trotzdem keinen Grund. Nächsten Sonnabend wartet daheim der Tabellenzweiten HSG Werratal. Auch den Breitungern möchte die Koska-Sieben gern ein Bein stellen.

Ronneburg: R.Meißner, Ha.Seidemann - C.Eisenstein (4), M.Hallbauer (1/1), U.Werler (1), C.Lange (3), A.Stölzner (1), S.Stölzner (1), D.Wiesner (4/1), S.Eisenstein (3), M.Alexy (10/4), M.Bäumler (3), Ho.Seidemann (2)

Siebenmeter: Hermsdorf II 1/1 | Ronneburg 7/6
Zeitstrafen: Hermsdorf II 7x2 min | Ronneburg 6x2 min.

Schiedsrichter: M.Welsch | M.Wirth (Erfurt/Suhl)
HSV Ronneburg - Sonneberger HV 27:26 (15:12)

1. Männer | 02.03.2013

Ronneburg beweist Heimstärke
Koska-Sieben landet gegen Sonneberg wichtigen Sieg im Abstiegskampf.


Der HSV Ronneburg landete am Sonnabend im Heimspiel der Handball-Thüringenliga gegen den Sonneberger HV einen ganz wichtigen Sieg. Mit 27:26 behielt die Koska-Sieben gegen den Tabellensechsten  die Oberhand und bot damit nach dem 20:20 gegen Spitzenreiter GoGo Hornets zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen einer Mannschaft aus der oberen Tabellenhälfte Paroli."Der Erfolg ist enorm wichtig im Abstiegskampf und gibt uns viel Selbstvertrauen. Damit haben wir den einen Zähler gegen Goldbach quasi vergoldet. Wenn wir nächste Woche bei Schlusslicht Hermsdorf II nachlegen könnten, wären wir auf dem richtigen Weg. Die junge Mannschaft ist jetzt in der Liga richtig angekommen und braucht sich vor niemandem mehr zu verstecken", lobte Ronneburgs Trainer Stefan Koska, der im Hexenkessel Zeitzer Straße wieder einmal ein wie eine Wand hinter seinem Team stehendes Publikum erlebte. "Das war wie ein achter Mann", fand der Trainer kaum Worte. "Bleiben alle fit, schaffen wir den Klassenerhalt, auch weil wir nach und nach auch über Alternativen auf der Bank verfügen", so Koska. Von Anbeginn merkte man den Ronneburgern an, dass sie die Begegnung für sich entscheiden wollten. Man erwischte einen Blitzstzart. Torwart Rene Meißner kaufte den Spielzeugstädtern die ersten drei Würfe ab. Der Gastgeber seinerseits präsentierte sich im Abschluss abgezockt und führte so bereits nach acht Minuten mit 4:0. Beim HSV lief der Ball flüssig durch die eigenen Reihen. Man schien die Sonneberger förmlich zu überrollen, auch weil Torjäger Mirko Alexy angesichts von sieben Treffern vor der Pause das richtige Zielwasser getrunken hatte. In der Euphorie unterliefen den Ronneburgern mitv zunehmender Spielzeit auch einige Fehler. Sonneberg seinerseits erbrachte den Beweis, nicht zufällig auf Rang sechs platziert zu sein und stand beim Stand von 10:9 (22.) dicht vor dem erstmaligen Ausgleich. Doch der Gastgeber konnte sich auf Torwart Rene Meißner verlassen und der einen gegnerischen Konter parierte und seine Mannschaft wieder mitriss, die so zur Pause mit 15:12 vorn lag. Nach Wiederbeginn erwischten die Südthüringer den besseren Start. schafften den 16:16-Ausgleich. Doch nach nur einem Treffer in den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit steigert sich der HSV wieder und wurde von den eigenen Zuschauern frenetisch nach vorn getrieben. Nach dem 17:18-Rückstand gelangen drei Ronneburger Tore in Folge - 20:18. Die Schlussoffensive war eingeläutet. Beim 24:20 sah der Gastgeber bereits wie der Sieger aus. Auch wenn Sonneberg nochmals auf 24:22 und 26:25 verkürzte, den Sieg ließ sich der HSV nicht mehr aus den Händen nehmen.
    
Ronneburg: R.Meißner, Ha.Seidemann - M.Hallbauer, U.Werler (1), C.Lange (1), A.Stölzner (1), S.Stölzner (2), D.Wiesner (2), S.Eisenstein (5), M.Alexy (10), M.Bäumler (2), Ho.Seidemann (3)

Siebenmeter: Ronneburg 2/0 | Sonneberg 8/5
Zeitstrafen: Ronneburg 5x2 min | Sonneberg 4x2 min

Schiedsrichter: M.Grußdorf | T.Blume (Artern)
HSV Ronneburg - HSG GoGo Hornets 20:20 (8:11)

1. Männer | 16.02.2013 | 19:00 Uhr

Ronneburg trotzt dem Spitzenreiter
Koska-Sieben bringt GoGo Hornets an den Rand der ersten Saisonniederlage


"Im einfachsten Spiel des Jahres", so Trainer Stefan Koska vor der Partie, sind die Thüringenliga-Handballer des HSV Ronneburg über sich hinaus gewachsen. Dem unangefochtenen Spitzenreiter HSG GoGo Hornets aus Goldbach und Gotha trotzte die HSV-Sieben beim 20:20-Unentschieden den zweiten Saisonpunkt ab. "So etwas habe ich die letzten Jahre nicht erlebt", fand Koska kaum Worte für die Leistung seiner Mannschaft und sah sich darin bestärkt, mit dem Team die Thüringenliga halten zu können. Drei Faktoren machte er für den Achtungserfolg verantwortlich, der die Ronneburger in der Tabelle wieder auf Platz zehn vorrücken ließ. "Nach Rückständen sind wir immer wieder sofort zurück gekommen", benannte Koska den ersten Grund. Sowohl nach dem 1:5-Fehlstart (12.) als auch nach dem 11:15 fanden die Ronneburger sofort wieder Anschluss. Faktor Nummer zwei war die grandiose Torhüterleistung von Rene Meißner, der mit 20 gehaltenen Bälle und einer beeindruckenden 50-Prozent-Quote die Hornets-Werfer schier zur Verzweiflung brachte. "Es war eine sehr gute Entscheidung, Rene nach den Verletzungen unserer Torhüter in der Saison aus Hermsdorf zu verpflichten. Heute hat er seine beste Saisonleistung abgeliefert und uns immer wieder im Spiel gehalten. Er ist ein Glücksfall für den HSV", so Koska, der als dritten Punkt die Hexenkessel-Atmosphäre in der Sporthalle Zeitzer Straße anführte. Dort war der Innenraum vom Thüringer Handballverband für die Zuschauer wieder freigegeben wurden, was das Publikum näher an Spiel und Spieler rücken ließ und die Stimmung weiter verbesserte. "Ab der 50 Minute hat kein Zuschauer mehr gesessen. Alle waren hellauf begeistert und wie elektrisiert dabei. Alle die da waren, kommen auf jeden Fall wieder zum Handball nach Ronneburg. Dessen bin ich mir sicher", so Koska. Die Zuschauer hatten erlebt, wie sich die HSV-Sieben gegen die Goliaths aus Gotha und Goldbach immer wieder aufgerappelt hatte. Vor der Pause hatte der Gastgeber, der noch vier Wochen auf Christopher Eisenstein verzichten muss, viel Mühe. Beim 6:6 (20.) hatte man erstmals wieder ausgeglichen, lief zur Pause dennoch einem 8:11-Rückstand hinterher. In der Offensive fehlte es an Breite. Viel lastete auf den Schultern von Torjäger Mirko Alexy, der seine Sache mit sechs Treffern in Halbzeit eins und insgesamt zehn Toren ausgezeichnet machte. Auch nach Wiederbeginn zeigten sich die Ronneburger unbeeindruckt vom zwischenzeitlichen 11:15 (41.). Beim 16:17 (50.) war man wieder auf Tuchfühlung zum Aufstiegsanwärter. In der Schlussphase sprangen auf einmal andere HSVer in die Bresche. Holger Seidemann und Martin Bäumler erzielten wichtige Treffer, ehe Denny Wiesner in der Schlussminute die Ronneburger vor dem frenetisch anfeuerndem Publikum gar mit 20:19 in Führung brachte. Ein umstrittener Siebenmeter kurz vor Abpfiff bewahrte die Hornets, die dem HSV nach Spielende den Klassenerhalt wünschten, dann vor ihrer ersten Saisonniederlage - 20:20. "Der Punkt gibt uns Auftrieb. Wir müssen unsere Heimspiele gegen Sonneberg, Altenburg und Großschwabhausen gewinnen und eben auswärts auch mal über unseren Schatten springen. Dass wir das Zeug für die Thüringenliga haben, haben wir heute eindrucksvoll bewiesen", machte Stefan Koska sich und der Mannschaft Mut für die verbleibenden neun Begegnungen.

Ronneburg: R.Meißner, Ha.Seidemann - M.Halbauer, U.Werler (2), C.Lange (2/1), A.Stölzner, S.Stölzner (1), D.Wiesner (1/1), S.Eisenstein (1), M.Alexy (10/1), M.Bäumler (2), Ho.Seidemann (1), M.Müller

Siebenmeter: Ronneburg 5/3 | Hornets 5/4
Zeitstrafen: Ronneburg 7x2 min | Hornets 4x2 min

Schiedsrichter: T.Schüller | O.Niedtner (Aue)
ThSV Eisenach II - HSV Ronneburg 28:24 (14:13)

1. Männer | 02.02.2013 | 18:00 Uhr

HSV-Kräfte lassen nach
Ronneburgern fehlen in Eisenach personelle Alternativen


Nach dem Remis im Hinspiel hatten sich die Ronneburger auch in der Werner-Aßmann-Sporthalle in Eisenach einiges ausgerechnet. Doch schon die Vorzeichen standen schlecht. Nachdem beim Christopher Eisensteins Knie eine Knorpelverletzung diagnostiziert wurde, fällt der zweitbeste HSV-Werfer der Saison für die nächsten sechs Wochen aus, so dass die ohnehin schon angespannte Personallage noch prekärer wurde. 40 Minuten agierten die Ronneburger auf Augenhöhe. Vom 4:6-Rückstand (10.) ließ man sich nicht beeindrucken. Jeder trug sein Scherflein dazu bei, dass die Eisenacher nicht enteilen konnten. Sieben HSV-Spieler trugen sich vor der Pause in die Torschützenliste ein. So war zur Halbzeit noch alles möglich, zumal die Gäste zehn Minuten nach Wiederbeginn sogar zum 17:17 ausglichen. Doch trotz eines gehaltenen Siebenmeters des zwischen die Pfosten gewechselte Hannes Seidemann gerieten die Ronneburger auf die Verliererstraße. Silvio Stölzner hatte nach der dritten Zeitstrafe Rot gesehen. "Das war zu zeitig. Bis dahin gaben wir gut mitgehalten. Spätestens dann haben uns die Alternativen auf der Bank gefehlt", analysierte HSV-Trainer Stefan Koska, dessen Team in der Schlussphase zwar nochmals bis auf zwei Tore herankam, dann aber doch mit 24:28 den Kürzeren zog. Herausragender Eisenacher war ein Ex-Ronneburger. Christopher Stölzner - Cousin des auf HSV-Seite ausgeschlossenen Silvio Stölzner - war im Rückraum des ThSV nicht zu stellen und sorgte mit mehr als zehn Treffern für den Heimerfolg seines Teams. Die Ronneburger ihrerseits gehen schweren Zeiten im Kampf um die Klassenerhalt entgegen. In zwei Wochen erwartet man den ungeschlagenen Spitzenreiter GoGo Hornets aus Goldbach. Mit Punkten ist da kaum zu rechnen.

Ronneburg: R.Meißner, Ha.Seidemann - U.Werler (4), C.Lange (3/1), S.Stölzner (3/Disqu.), D.Wiesner (1), S.Eisenstein (3), M.Alexy (8), M.Bäumler (2), Ho.Seidemann

Siebenmeter: Eisenach 5/4 | Ronneburg 2/1
Zeitstrafen: Eisenach 5x2 min | Ronneburg 6x2 min (+ 1 Disqualifikation)

Schiedsrichter: S.Scholz | T.Dähne (Gera)
HSV Ronneburg - HSC Erfurt 26:25 (14:10)

1. Männer | 26.01.2013 | 19:00 Uhr

Ronneburg muss nochmals zittern
HSV gerät gegen HSC Erfurt trotz bereits klarer Führung nochmals in Not. Mit dem dritten Saisonsieg klettert die Koska-Sieben auf Platz zehn


Der HSV Ronneburg kann es noch. Nach den beiden schmerzlichen Niederlagen in Großschwabhausen und im Derby beim Post SV Gera betrieb die Koska-Sieben in heimischer Halle Wiedergutmachung. Beim 26:25 gegen Oberliga-Absteiger HSC Erfurt gelang der dritte Saisonsieg, mit dem man in der Tabelle wieder um zwei Plätze an Eisenach II und Erfurt vorbei auf Rang zehn klettern konnte. "Diesmal hatten wir das Happy end auf unserer Seite. In der ersten Halbzeit haben wir so gespielt, wie ich es mir vorstelle - mit Disziplin und einer guten Chancenverwertung. Nach dem Wechsel wurde die Partie wieder sehr zerfahren. Der Druck des Gewinnen-Müssens wurde plötzlich spürbar", erklärte HSV-Trainer Stefan Koska, der nach dem Abpfiff wie ein Rumpelstilzchen durch die Halle sprang und befreit alle seine Spieler abklatschte und umarmte. Ein Sonderlob verteilte der Coach an Silvio Stölzner, der auf der Rückraummitte eine starke Leistung zeigte und in der Schlussphase zwei wichtige Tore markierte. "Wir geben uns nicht auf. Die Moral meiner Mannschaft ist auf jeden Fall intakt. Sonst hätte sie die Derby-Niederlage nicht so gut weg gesteckt. Jeder gibt alles", so Koska, der entgegen der Ankündigung sogar auf Christopher Eisenstein zurückgreifen konnte, den man nach seiner Knieverletzung aber das fehlende Training in der Woche anmerkte. Die Erfurter, die bis auf Daniel Baumgarten in Bestbesetzung - also auch mit den beiden Ex-Geraern Stefan Martin und Sebastian Teichmann - angetreten waren, gingen beim 0:1 und 1:2 zunächst zwei Mal in Führung, ehe sich der Gastgeber langsam absetzen konnte. Beim 9:5 verbuchte man erstmals eine Vier-Tore-Führung. Wenngleich die Landeshauptstädter zwischenzeitlich bis auf zwei Treffer herankamen, lag der HSV zur Halbzeit wieder mit 14:10 vorn. Nach drei Tore hintereinander nach Wiederbeginn schienen die Ronneburger beim Stand von 17:10 schon auf der Siegerstraße. Doch wieder bekamen die Gastgeber wie schon so oft in dieser Saison nach klaren Vorsprüngen das große Zittern. Treffer um Treffer holte Erfurt auf. Beim Gastgeber tat sich Denny Wiesner mit wichtigen Toren hervor. Sein Dreher zum 21:16 (45.) war fast allein das Eintrittsgeld wert. Zwei unnötige Zeitstrafen brachten den HSV weiter in Bedrängnis. Der Ex-Oberligist kam bis auf drei Tore heran. Doch die Ronneburger hatten diesmal immer jemand in ihren Reihen, der das richtige tat und goldrichtig stand. Silvio Stölzners Wurf prallte von der Lattenunterkante ins Netz - 22:18 (50.). Christian Lange behielt nach zwei vergebenen freien Würfen seiner Mitspieler im dritten Anlauf die Übersicht und verwandelte zum 24:21 (54.). Zwischenzeitlich hatte es der Gastgeber freilich nicht verstanden, in vier Minuten Überzahl am Stück für die Entscheidung zu sorgen. Als Silvio Stölzner mit einem fast ansatzlosen Heber das 26:23 (57.) gelang, schien es, als könnte nichts mehr passieren, zumal Torwart Rene Meißner noch manchen Erfurter Wurf entschärfte. Doch 90 Sekunden vor Schluss schafften die Gäste den 26:25-Anschluss (59.). Als Martin Bäumlers Wurf geblockt wurde, kam der HSC nochmals in Ballbesitz und hatte eine knappe Minute Zeit, den Ausgleich zu markieren. Aber Mirko Alexy erahnte ein Erfurter Abspiel und eroberte das Leder, so dass die Ronneburger mit einem blauen Auge davon kamen und den knappen Erfolg überschwänglich mit ihren Fans feiern konnten.          

Ronneburg: R.Meißner, Ha.Seidemann - C.Eisenstein (4), M.Halbauer, U.Werler (2), C.Lange (4), A.Stölzner, S.Stölzner (2), D.Wiesner (4), S.Eisenstein, M.Alexy (9/3), M.Bäumler (1), Ho.Seidemann

Siebenmeter: Ronneburg 3/3 | Erfurt 3/3
Zeitstrafen: Ronneburg 3x2 min | Erfurt 3x2 min

Schiedsrichter: M.Grußdorf | T.Blume (Artern)
Post SV Gera - HSV Ronneburg 23:22 (11:14)

1. Männer | 19.01.2013 | 19:00 Uhr

Historischer Post-Sieg
Geraer gewinnen Derby vor knapp 400 Zuschauern zum ersten Mal seit zehn Jahren. Ronneburg fällt auf Platz zwölf zurück


Die Thüringenliga-Handballer des Post SV Gera haben ihre Serie fortgesetzt. Mit einem historischen 23:22-Sieg im Derby vor knapp 400 Zuschauern gegen den HSV Ronneburg gelang der dritte Erfolg hintereinander. Historisch deshalb, weil die Geraer zum letzten Mal vor zehn Jahren gegen den Nachbarn gewonnen hatten. Die Partie lebte von der Spannung. Am Ende feierten die Postler überschwänglich, während die Ronneburger enttäuscht und traurig auf dem Hallenboden saßen. Durch die gleichzeitigen Siege von Eisenach II und Erfurt wurde der HSV auf Rang zwölf durchgereicht und liegt nun nur noch einen Zähler vor den Geraern. "Acht Jahre bin ich nun schon beim Post SV. Gegen Ronneburg hatte ich noch nie gewonnen", strahlte Trainer Hannes Waldenburger nach dem Abpfiff. Zuerst hatte er sich mit Torwart Maik Hemmann in den Armen gelegen. "Letztlich hat heute der größere Wille entschieden. Man hat gemerkt, dass das Selbstvertrauen bei meinen Spielern da ist, auch wenn wir die Mannschaft in der Halbzeit etwas wach rütteln  mussten. Da hat man gemerkt, dass die Handbremse noch angezogen war, wir irgendwie gehemmt agierten", analysierte Trainer Waldenburger, der hinzufügte: "Nach Wiederbeginn haben wir schnell ausgeglichen. Ab da haben die Ronneburger angefangen zu überlegen. Vor einem halben Jahr hätten wir solch eine Partie wahrscheinlich noch mit einem Tor verloren. Ich freue mich für die Jungs!" In der ersten Halbzeit dominierten Hektik und Unruhe. Insbesondere den 44-jährigen Routinier Udo Werler bekamen die Gastgeber nicht in den Griff. Gleich fünf Treffer steuerte er vor der Pause zur Ronneburger Ausbeute bei. Im Rückraum hatten beide Mannschaften ihre Probleme. Glanzpunkte setzte Post-Keeper Maik Hemmann, der gleich zwei Siebenmeter parierte. Bis zum 10:10 verlief die Begegnung sechs Mal über Gleichstand, ehe sich der HSV etwas absetzen konnte und auf 11:14 enteilte. Nach Wiederbeginn erwischten die Geraer den besseren Start. Eine starke Torwartleistung gab den erforderlichen Rückhalt, so dass der Gastgeber schon beim 14:14 (37.) wieder gleichauf war. Ronneburg verlor Christopher Eisenstein unglücklich durch eine Knieverletzung. Erst nach acht Minuten gelang den Gästen ein Treffer, wobei kein anderer als Udo Werler ins Schwarze traf - 14:15 (38.). Dann wuchs die Treffsicherheit auf beiden Seiten, wobei der Führung stets der postwendende Ausgleich folgte. Beim 17:18 (48.) durch den kurz darauf nach drei Zeitstrafen disqualifizierten Silvio Stölzner führten die Ronneburger letztmalig. Bei den Postlern war die mannschaftliche Geschlossenheit der große Trumpf. Acht Torschützen machten den Gastgeber unausrechenbar, wobei sich Rico Stein mit sieben Treffern am meisten hervortat. Als Philipp Zurawski 22 Sekunden das 23:22 für Post erzielte, startete der HSV zur schnellen Mitte, doch Mirko Alexys Dreher verfehlte sein Ziel. Zwar kam der Gast nach Florian Breitensteins Fehlabspiel nochmals in Ballbesitz, konnte daraus aber kein Kapital schlagen. "Post hatte heute den längeren Atem und hat nicht unverdient gewonnen. Aber auch wir haben uns als Team präsentiert und gekämpft", schätzte Ronneburgs Udo Werler sportlich fair ein.
 
Post Gera: M.Hemmann, T.Poschbeck - A.Hildebrant, P.Hujer, S.Haupt (2), S.Bauer, R.Teichmüller (4/1), R.Stein (7/1), J.Tralles (2), P.Zurawski (2), S.Rochler (1), F.Breitenstein (2), F.Raspel (3)

Ronneburg: R.Meißner, Ha.Seidemann - C.Eisenstein (2), U.Werler (7), C.Lange (2/1), A.Stölzner, S.Stölzner (2/Disqu.), D.Wiesner, S.Eisenstein, M.Alexy (6/1), M.Bäumler (3), Ho.Seidemann.

Siebenmeter: Gera 3/2 | Ronneburg 5/2.
Zeitstrafen: Gera 8x2 min | Ronneburg 8x2 min (1 Disqualifikation)

Schiedsrichter: ? | ? (?)
SV Fortuna Großschwabhausen - HSV Ronneburg 27:21 (12:10)

1. Männer | 12.01.2013 | 18:30 Uhr

Ronneburg fehlen die Alternativen

Den Aufbruch ins Tabellenmittelfeld hat der HSV Ronneburg verpasst. Am letzten Rückrundenspieltag unterlag die Koska-Sieben bei Aufsteiger Fortuna Großschwabhausen mit 21:27 und fiel wieder auf Rang zehn zurück. "Großschwabhausen hatte körperliche Vorteile und mehr Wechsler auf der Bank. Da war für uns nichts zu holen", resümierte Gäste-Trainer Stefan Koska. Torjäger Mirko Alexy ließ sich vor der Partie fit spritzen. "Jeder andere hätte wahrscheinlich nicht gespielt. Das rechne ich ihm hoch an", fügte der Coach hinzu. Aber alles half nichts, zumal Holger Seidemann und Marco Müller von vornherein fehlten und sich Torwart Matthias Franke kurz vor der Halbzeit am Knie verletzte. Die erste Halbzeit gestalteten die Ronneburger offen. Weiter als bis auf drei Tore beim 6:9 ließ man Großschwabhausen nicht enteilen. Beim 10:12-Pausenrückstand witterte der HSV noch seine Chance. Aber gleich nach Wiederbeginn die Fortuna auf 13:18 (40.) davon. Da half auch die ordentliche Leistung des sich steigernden Rene Meißner zwischen den Pfosten nichts, der immerhin 15 Bälle parierte. Spätestens beim 17:23 (50.) war die Begegnungen gelaufen, in der wieder einmal Christopher Eisenstein und Mirko Alexy mit jeweils sechs Toren die treffsichersten Ronneburger waren. Allerdings ließ auch ihre Torwurfquote zu wünschen übrig. Nach der 21:27-Niederlage blickt die Koska-Sieben mit eher gemischten Gefühlen zum Derby am nächsten Sonnabend beim Post SV Gera. "Das wird ein Schlüsselspiel für uns. Wir müssen uns auf unsere Stärken besinnen. Dann ist alles möglich", blickte Stefan Koska schon einmal voraus.

Ronneburg: R.Meißner, M.Franke - C.Eisenstein (6/1), U.Werler (3), C.Lange, A.Stölzner, S.Stölzner (3), D.Wiesner (2), S.Eisenstein (2), M.Alexy (6/2/RK).

Siebenmeter: Großschwabhausen 3/0 | Ronneburg 5/3.
Zeitstrafen: Großschwabhausen 5x2 min | Ronneburg 3x2 min (+ 1 RK)

Schiedsrichter: C.Klich | L.Pfefferkorn (Eisenberg/Altenburg)
HBV 90 Jena - HSV Ronneburg 27:19 (12:10)

1. Männer | 15.12.2012 | 16:00 Uhr

Mit Rumpfteam ausgeschieden
Ronneburg legt keinen Wert auf den Pokal


Fast erwartungsgemäß musste der HSV Ronneburg im Handball-Landespokal bei Landesliga-Spitzenreiter HBV Jena 90 die Segel streichen. An der 19:27-Niederlage hatten mit Swen Gottschalk, Hagen Rose und Veit Nowak auch drei Ex-Ronneburger ihren Anteil. Dagegen fehlte der einstige HSV-Trainer Steffen Schreiber aus gesundheitlichen Gründen. "Natürlich bin ich nicht zufrieden. Der Dampf ist aber irgendwie für dieses Jahr raus, auch wenn ich mir von manchem Spieler der zweiten Reihe etwas mehr erwartet hatte", nahm Coach Stefan Koska das Ronneburger Ausscheiden nicht sonderlich tragisch. Gleich fünf Stammkräfte wurden geschont. Mit einem Rumpfteam von einem Torwart und sieben Feldspielern trat man in der Saalestadt an. Anfangs verkaufte man sich recht teuer, führte gar mit 5:2. Beim 6:6 (18.) waren die hoch motivierten Jenenser dran und gaben fortan das Heft des Handelns nicht mehr aus der Hand. Zur Halbzeit lag der HSV mit 10:12 im Hintertreffen. Nach Wiederbeginn leistete man sich zu viele Fehlwürfe, die der Gastgeber immer wieder zu schnellen Kontern nutzte. Über die Stationen 10:16 (36.), 12:20 (45.) und 16:24 (54.) mussten die Ronneburger abreißen lassen. Im Augriff gelang nur noch wenig. Einzig Christopher Eisenstein sorgte aus dem Rückraum vor Druck. Mit seinem Bruder Sebastian erzielte er mehr als die Hälfte der HSV-Treffer, konnte aber die deutliche Niederlage nicht verhindern. "Nun geht es in die Weihnachtspause. Im neuen Jahr haben wir eineinhalb Wochen Zeit, um wieder fit zu werden. Dann stehen in der Thüringenliga gegen Großschwabhausen, Post Gera und Erfurt richtungsweisende Spiele an", blickte Ronneburgs Trainer Stefan Koska schon voraus.
  
Ronneburg: M.Franke - C.Eisenstein (7), U.Werler (3), C.Lange (3/2), A.Stölzner,  D.Beer, D.Wiesner, S.Eisenstein (4), M.Müller (2)

Siebenmeter: Jena 5/2 | Ronneburg 2/2
Zeitstrafen: Jena 3x2 min | Ronneburg 7x2 min

Schiedsrichter: ? | ? (?)
HSV Ronneburg - SG Suhl/Goldlauter 23:21 (10:9)

1. Männer | 08.12.2012 | 19:00 Uhr

Endlich der zweite Saisonsieg
Ronneburger bezwingen Suhl/Goldlauter und rücken in der Tabelle auf Platz neun nach vorn


Endlich hat Handball-Thüringenligist HSV Ronneburg seinen zweiten Saisonerfolg eingefahren. Gegen den Tabellennachbarn SG Suhl/Goldlauter behauptete sich der Gastgeber verdient mit 23:21 und machte in der Tabelle einen großen Sprung auf Rang neun. Lange hatte man Trainer Stefan Koska, dessen erster Weg zu Torwart Rene Meißner führte, nach Spielschluss nicht so ausgelassen gesehen. Mit seinen Spielern, dem Weihnachtsmann in der Kreismitte und den wieder einmal begeistert anfeuernden Fans feierte er nach Abpfiff den wichtigen Sieg. "Es war das erwartet schwere Spiel. Der Sieg zählt. Das Wie ist erst einmal egal. Wir haben schlecht in die Partie gefunden und zu viele Undiszipliniertheiten geleistet und so eine frühere Entscheidung versäumt. Der Druck war spürbar. Ein besonderer Dank gilt unserem treuen Anhang, der die Halle wieder zu einem Hexenkessel gemacht hat", strahlte Stefan Koska, der von einer geschlossenen Mannschaftsleistung sprang, aber dennoch Torwart Rene Meißner ein Sonderlob zollte. Mit 20 gehaltenen Bällen hatte er einen großen Anteil am Erfolg. Der HSV verpasste den Start etwas und lag bis zum 6:8 (21.) meist mit zwei Treffern im Hintertreffen. Erst vor dem Seitenwechsel drehten die Ronneburger auf. Mit jeweils zwei Toren in der Schlussphase der ersten Halbzeit warfen Mirko Alexy und Denny Wiesner den 10:9-Pausenvorsprung heraus. Auch nach Wiederbeginn gab zunächst keine Mannschaft kleinbei. Bis zum 14:14 (39.) neutralisierten sich die Teams. Dann setzte die Koska-Sieben zum Zwischenspurt an. Mit vier Treffern in Folge zum 18:14 (46.) zog man davon. Unkonzentrierte Abschlüsse brachten den Gastgeber wieder in Not, zumal die Südthüringer nun Mirko Alexy und Christopher Eisenstein in Manndeckung nahmen. Das große Zittern begann wieder, als Suhl auf 18:17 verkürzte. Zwei ganz bedeutsame Tore steuerte nun Routinier Udo Werler bei, der wieder auf 20:17 (50.) erhöhte und von den Fans als "Handballgott" gefeiert wurde. Der ansonsten von der Siebenmeterlinie sichere Mirko Alexy verpasste mit seinem Wurf an den Innenpfosten eine vorzeitige Entscheidung. In der hektischen Schlussphase, in der die Gäste ihren vierten Strafwurf nicht im Kasten unterbrachten, hielt die Drei-Tore-Führung bis zum 23:20 (58.), das Mirko Alexy per Konter erzielte. Die anschließende dritte Zeitstrafe des zehnfachen HSV-Torschützen fiel trotz einer Vier-gegen-Sechs-Unterzahl nicht weiter ins Gewicht. Vor Weihnachten gastieren die Ronneburger in der 3. Runde des Landespokal am kommenden Sonnabend noch bei Landesliga-Spitzenreiter HBV Jena 90. Auf das Wiedersehen mit Ex-Trainer Steffen Schreiber und weiteren ehemaligen HSV-Spielern legt Stefan Koska nicht so viel Wert. "Ich werden einige Spieler schonen. Unser Hauptaugenmerk liegt auf der Thüringenliga. Dafür brauchen wir alle Kräfte", blickte der Coach voraus.

Ronneburg: M.Franke, R.Meißner - C.Eisenstein (6), U.Werler (2), C.Lange, A.Stölzner (1), S.Stölzner (1), D.Wiesner (2), S.Eisenstein, M.Alexy (10/3/Disqu.), M.Bäumler (1), Ho.Seidemann, M.Müller

Siebenmeter: Ronneburg 4/3 | Suhl 5/1
Zeitstrafen: Ronneburg 7x2 min (+ 1 Disqu.) | Suhl 1x2 min

Schiedsrichter: A.Heinzmann | J.Merten (Ilmenau)
HSV Ronneburg - SV T&C Behringen/Sonneborn 26:26 (13:12)

1. Männer | 01.12.2012 | 19:00 Uhr

Alexys Siegtor zählt nicht
Ronneburger bringen Tabellenzweiten an den Rand einer Niederlage


Die Unentschieden-Spezialisten der Handball-Thüringenliga haben ihrem Ruf wieder einmal alle Ehre gemacht. Gegen den bisherigen Tabellenzweiten Behringen/Sonneborn erreichte der HSV Ronneburg in eigener Halle ein 26:26 und teilte damit bereits zum fünften Mal in dieser Saison die Punkte. Zufrieden war man beim Gastgeber nicht. Zu nahe dran war man am zweiten Saisonerfolg. Erst führte der HSV drei Minuten vor Schluss nach Mirko Alexys Kontertor mit 26:24 (57.). Nachdem man 34 Sekunden vor Abpfiff den Ausgleich kassiert hatte, kamen die Ronneburger nochmals in Ballbesitz. Als wiederum Mirko Alexy vor der Gäste-Abwehr hochstieg, kam es zum Freiwurf, welcher noch von den Schiedsrichtern korrigiert wurde. Der Ball landete im Netz, doch der Treffer zählte natürlich nicht, weil die Schiedsrichter den Freiwurf noch nicht freigegeben hatten. Die aufgebrachten Ronneburger verwarfen den letzten Freiwurf und musste sich wieder mit einem Remis begnügen. "Wir haben uns immer wieder zurück gekämpft, den Vorsprung zum Schluss aber nicht durchgebracht. Wir haben zu viele einfache Bälle verloren. Als Erkenntnis bleibt, dass wir auch mit dem Tabellenzweiten mithalten können. Was uns fehlt, ist ein Fünkchen Cleverness", schätzte HSV-Trainer Stefan Koska ein, der ein Sonderlob an Andre Stölzner verteilte, der sein mit Abstand bestes Saisonspiel als Aufbauspieler zeigte und mit sieben Treffer so torgefährlich wie noch nie in dieser Saison war. Auch Christopher Eisenstein gefiel wieder und war mit neun Toren der erfolgreichste Ronneburger. Der wiederum über weite Strecken manngedeckte Mirko Alexy musste sich mit fünf Treffern begnügen. In der ausgeglichenen ersten Hälfte konnte sich keine Mannschaft absetzen. Beim 5:7 war Behringen/Sonneborn einmal auf zwei Tore enteilt, was den Ronneburgern beim 12:10 gelang. Allerdings kassierte der Gastgeber anschließend vor der Pause noch drei Treffer in Folge, was einen 12:13-Halbzeitrückstand bedeutete. Mit drei Toren nach Wiederbeginn revanchierten sich die Koska-Sieben, die bis zum 19:17 (44.) vorn lag. Nach einer kleinen Schwächephase meldete sich der HSV zurück, der beim 25:23 (55.) auf der Siegerstraße schien. Doch die Nerven bei den Ronneburgern flatterten. Der bis dato mit 19 Paraden aufwartende Torwart Rene Meißner kassierte einige unglückliche Tore und vorn wurde ein weitere Siebenmeter verworfen. So stand unter Strich wieder einmal ein Unentschieden, das sich wie eine Niederlage anfühlte. Das Innenraumverbot für die Ronneburger Zuschauer nach den Vorfällen nach dem Spiel gegen Nordhausen tat der Stimmung in der Halle keinen Abbruch. Die Fans feierten ihr Team auch so lautstark wie einen Sieger.
    
Ronneburg: R.Meißner, M.Franke - C.Eisenstein (9/1), U.Werler, C.Lange (2), A.Stölzner (7), S.Stölzner, D.Wiesner (1), S.Eisenstein (1), M.Alexy (5), M.Bäumler (1), Ho.Seidemann, M.Müller

Siebenmeter: Ronneburg 3/1 | Behringen 6/5
Zeitstrafen: Ronneburg 0x2 min | Behringen 3x2 min

Schiedsrichter: M.Welsch | M.Wirth (Erfurt/Suhl)
SV Aufbau Altenburg - HSV Ronneburg 26:25 (19:18)

1. Männer | 24.11.2012 | 20:00 Uhr

Ronneburg verliert in letzter Minute
Koska-Sieben hat das Glück derzeit nicht gepachtet


Mit leeren Händen kehrten die Ronneburger Handballer aus Altenburg zurück. Im ersten Aufeinandertreffer mit den Skatstädtern nach fast 17 Jahren musste sich der HSV kurz vor Schluss mit 25:26 geschlagen geben. "Wir haben derzeit das Glück nicht gepachtet. Obwohl wir uns immer wieder herangekämpft haben, fehlt es der jungen Mannschaft in den entscheidenden Situationen einfach an der Erfahrung", urteilte Ronneburgs Trainer Stefan Koska nach dem Spiel. Beide Mannschaften begannen mit Vollgas. Die Angriffsreihen dominierten, wobei sich kein Team absetzen konnte. Die Hauptaufgabe der Torleute hüben wie drüben war es, die Bälle möglichst schnell wieder an die Mittellinie zu befördern. Zu halten gab es für sie zunächst kaum etwas. Über die Stationen 6:6 (10.) und 12:11 (20.) lag der Gast zur Halbzeit mit 18:19 knapp im Hintertreffen. Die Trainer Lothar Döring - 1980 in Moskau mit der DDR Olympiasieger - und Stefan Koska mahnten in der Kabine mehr Abwehrdisziplin an, was nach Wiederbeginn auch umgesetzt wurde. Allein Ronneburgs Keeper Rene Meißner parierte in Halbzeit zwei 15 Altenburger Bälle. Zum Sieg für den HSV reichte das aber nicht. Beim 20:23 lagen die Gäste mit drei Treffern in Rückstand, kamen aber wieder heran. Für den über 60 Minuten manngedeckten Mirko Alexy sprang Christopher Eisenstein in die Bresche, der mit neun Treffern an seine starken Leistungen zu Saisonbeginn anknüpfen konnte und die Nachwirkungen seiner Verletzungspause überwunden zu haben scheint. Mit zunehmender Spielzeit wurde das Derby hektischer und härter. Die Referees verteilten Zeitstrafen am Stück, was insbesondere die Ronneburger traf. Beim Stand von 25:25 in der Shlussminute hatte Ronneburg gerade noch drei Spieler auf dem Feld, die dem Druck der fünf Altenburger nicht standhalten konnten. Aufbau-Spieler Daniel Bohnstedt besorgte so noch das aus HSV-Sicht schmerzliche 25:26. "Nun müssen wir gegen Suhl gewinnen. Alles ist in der untere Tabellenhälfte dicht beieinander. Wir sind mit den Gegnern auf Augenhöhe, müssen einfach einmal wieder gewinnen", zeigte sich Ronneburgs Trainer Stefan Koska zuversichtlich. Seinen Einstand im Gäste-Team gab Außen der aus Meerane zurückgekehrte Christian Lange, den man trotz seiner beiden Treffer die fehlende Spielpraxis noch anmerkte.

Ronneburg: M.Franke, R.Meißner - C.Eisenstein (9), U.Werler (1), C.Lange (2), A.Stölzner (1), S.Stölzner (4), D.Wiesner (1), S.Eisenstein, M.Alexy (5/3), M.Bäumler (1), Ho.Seidemann (1), M.Müller

Siebenmeter: Altenburg 4/4 | Ronneburg 3/3
Zeitstrafen: Altenburg 5x2 min (+ 1 RK) | Ronneburg 7x2 min.

Schiedsrichter: W.Lugauer | S.Schuster (Gotha)
HSV Ronneburg - Nordhäuser SV 28:28 (18:13)

1. Männer | 17.11.2012 | 19:00 Uhr

Werler rettet Unentschieden
Ronneburger brachen nach starker erster Halbzeit ein und verspielen Sieben-Tore-Führung noch


Mit einem 28:28-Unentschieden mussten sich die Ronneburger Thüringenliga-Handballer im Heimspiel gegen den Tabellensechsten Nordhäuser SV begnügen. Dabei sahen die Gastgeber in der ersten Halbzeit schon wie der Sieger, als man mit bis zu sieben Toren führte. Zum Schluss musste der HSV dann aber mit der Punkteteilung zufrieden sein, da man 30 Sekunden vor Abpfiff noch mit 26:28 hinten lag. Trainer Stefan Koska war aus privaten Gründen verhindern. Ersetzt wurde er durch den knieverletzten Keeper Hannes Seidemann. "In der zweiten Halbzeit haben wir wieder den Faden verloren und uns mit vielen unnötigen Zwei-Minuten-Strafen selbst in Bedrängnis gebracht. Damit war der Spielfluss dahin", urteilte der Trainer-Vertreter und ergänzte: "Wir haben insgesamt zu viele freie Würfe vergeben. Das Potenzial in der Mannschaft ist durchaus vorhanden. Aber es fehlt einer, der auch in schwierigen Phasem kühlen Kopf bewahrt."
Nach ausgeglichenem ersten zehn Minuten, in denen die Ronneburger aber immer vorn lagen, drehte der Gastgeber auf. Insbesondere Rückraumkanonier Mirko Alexy präsentierte sich in Topform. Für die ersten sechs HSV-Tore bis zum 6:5 (10.) zeichnete er allein verantwortlich, traf allein bis zur Pause elf (!) Mal ins Schwarze. Zudem erwies er sich als äußerst sicher von der Siebenmeterlinie. Bei sieben Versuchen überzeugte er ohne Fehlwurf. Torwart Rene Meißner kaufte den Nordhäusern in Halbzeit eins zehn Bälle ab und trug maßgeblich dazu bei, dass die Ronneburger auf 16:9 (25.) enteilten. Eine Sieggarantie war das aber noch nicht. Die Südharzer rappelten sich auf, verkürzten bis zur Halbzeit auf 18:13 und bliesen nach Wiederbeginn richtig zum Sturm. Mit Undiszipliniertheiten machte sich der Gastgeber das Leben selbst schwer. Die Abwehr schwächelte in Unterzahl. Tor um Tor holten die Nordhäuser auf und schafften beim 22:22 (43.) den erstmaligen Ausgleich. Dann flog Silvio Stölzner mit Rot aus der Halle. Die Zahl der Fehlwürfe und Ballverluste stieg sprunghaft. Auch Mirko Alexys Zielwasser schien aufgebraucht. Christopher Eisenstein konnte nich an seine Form zu Saisonbeginn anknüpfen. Die Begegnung wurde immer hektischer. Dem 22:24 (46.) folgten drei HSV-Tore hintereinander zum 25:24 (50.), ehe beim 25:28 (54.) alles zugunsten der Gäste gelaufen schien. Mit einem gehaltenen Siebenmeter hielt Keeper Rene Meißner seine Mannschaft im Spiel. Eine halbe Minute vor Abpfiff hieß es immer noch 26:28. Doch Denny Wiesners Dreher und (59:38) und Udo Werlers Heber (59:57) bescherten den Ronneburgern einen schon fast nicht mehr für möglich gehaltenen Punktgewinn. Nach Abpfiff gingen einigen Spielern und Zuschauern die Nerven durch, so dass es zu noch zu Rangeleien kam.

Ronneburg: M.Franke, R.Meißner - C.Eisenstein (1), U.Werler (4), A.Stölzner (3), S.Stölzner (2/1RK), D.Wiesner (3), S.Eisenstein, M.Alexy (14/7), M.Bäumler, Ho.Seidemann (1), M.Müller

Siebenmeter: Ronneburg 7/7 | Nordhausen 8/5
Zeitstrafen: Ronneburg 6x2 min (+1RK) | Nordhausen 3x2 min.

Schiedsrichter: S.Olbrich | M.Schmidt (Schleife/Chemnitz)
HSG Werratal 05 - HSV Ronneburg 38:28 (23:12)

1. Männer | 03.11.2012 | 19:30 Uhr

Desolate erste Ronneburger Halbzeit
Mirko Alexy trotz Mannedeckung mit zwölf Treffern


Als Aufstiegsfavorit neben den GoGo Hornets war die HSG Werratal in die Saison gestartet. Trotz zahlreicher Spieler mit höherklassiger Erfahrung bis hin zur 2. Bundesliga blieben die Breitunger diesen Nachweis bisher allerdings schuldig. Nach der erneuten Auswärtsschlappe bei Behringen/Sonneborn war Wiedergutmachung angesagt. Pech für die jungen Ronneburger nun, dass ausgerechnet sie in der ersten Halbzeit zu ertragen hatten, wie sich die Werrataler den Frust von der Seele spielten. Schon zur Halbzeit liefen die Gäste einem 12:23-Rückstand hinterher und waren regelrecht überrollt wurden. "Wir haben da viel Lehrgeld gezahlt", schätzte HSV-Trainer Stefan Koska ein, dessen Mannschaft gleich mit drei technischen Fehlern begann. Aufgrund des Ausfalls von Holger Seidemann fehlte Koska im Rückraum eine wichtige Alternative. Schon nach zehn Minuten lag der Gast mit 3:8 im Hintertreffen. Nur Mirko Alexy, der es trotz Manndeckung schon vor der Pause auf fünf Treffer brachte, hielt dagegen. In der Schlussphase der ersten Halbzeit zog Werratal das Tempo nochmals an und enteilte auf 12:23. "Nach dem Wechsel haben wir Moral bewiesen", freute sich Stefan Koska über die intakte Einstellung seines Teams. Auch Christopher Eisenstein  knüpfte nun an seine Form zu Beginn der Saison an. Beide Kanoniere leisteten den Löwenanteil dafür, dass der Vorsprung des Gastgebers nicht weiter anwuchs. Bis auf 23:31 (50.) kamen die Ronneburger heran, ehe Werratal doch wieder bis zum 28:38-Endstand auf zehn Tore enteilte. "Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir haben uns für diesen Weg entschieden, auf den eigenen Nachwuchs zu bauen. Da müssen wir jetzt durch", formulierte Stefan Koska, der in den folgenden Partien gegen Nordhausen, Altenburg, Behringen/Sonneborn und Suhl/Goldlauter die Wochen der Wahrheit sieht. Erst einmal gibt es aber eine Woche Pause, in der Blessuren auskuriert werden können und mentale Aufbauarbeit geleistet werden muss.
   
Ronneburg: M.Franke, R.Meißner - C.Eisenstein (8/1), A.Stölzner, S.Stölzner (2), D.Wiesner (2), S.Eisenstein (2), M.Alexy (12), M.Bäumler (1), M.Müller (1)

Siebenmeter: Werratal 3/2 | Ronneburg 3/1
Zeitstrafen: Werratal 6x2 min | Ronneburg 9x2 min

Schiedsrichter: Neumann | Göhring (Eisenach/Gispersleben)
HSV Ronneburg - SV Hermsdorf II 26:26 (17:15)

1. Männer | 27.10.2012 | 19:00 Uhr

Zum Schluss Moral bewiesen
Ronneburg holt noch Drei-Tore-Rückstand gegen Hermsdorfer Reserve auf


Der HSV Ronneburg hat seinen zweiten Saisonerfolg verpasst. Gegen das bis dato punktlose Schlusslicht SV Hermsdorf II kamen die Gastgeber in heimischer Halle über ein 26:26-Unentschieden nicht hinaus. "Vom Spielverlauf her müssen wir sogar von einem gewonnenen Punkt reden. Unsere Probleme in Halbzeit zwei waren wieder ersichtlich. Es kommt mir schon so vor, als haben meine Spieler Angst davor, zu gewinnen", schätzte HSV-Trainer Stefan Koska ein, der in der Schlussphase auf der Bank mit seinem Team litt. "Wir schaffen es noch nicht, im Angriff 60 Minuten konstant zu agieren. Eine halbe Stunde sieht das gut aus. Dann gelingt nicht mehr viel", setzte der Coach seine Einschätzung fort und lobte die Moral, die seine Mannschaft nach dem 22:25-Rückstand fünf Minuten vor Schluss bewiesen hatte. Doch so richtige Freude ob des verpassteen Sieges kam weder bei den Spielern noch bei den Zuschauern auf, die mit einem Hexenkessel-Transparent ihr Team in der umkämpften Schlussphase wie in einem solchen mit allen Mitteln unterstützten.  Schon vor der Pause hatte sich eine ausgeglichene Begegnung mit leichten Vorteilen für die Ronneburger entwickelt. Mehr als zwei Tore konnte man aber nie zwischen sich und den Gegner bringen, der nie abreißen ließ und in Eric Fischer (9 Tore), Christian Lange (6) und Robert Herling (5) seine stärksten Werfer hatte. Fünf Mal schafften die Holzländer vor der Pause den Ausgleich, konnten aber nie selbst in Führung gehen. Im Angriff konnten die Ronneburger gefallen. Die Rückkehr von Christopher Eisenstein wirkte sich positiv aus. Mit fünf Treffen in Halbzeit eins gehörte er wie der ebenso oft erfolgreiche Mirko Alexy und Martin Bäumler zu den Stützen der HSV-Offensive. Das 18:15 gleich nach Wiederbeginn erwies sich als Strohfeuer des Gastgebers. Beim 19:19 war Hermsdorf wieder dran. Die Zahl der Fehlwürfe und Ballverluste bei den Ronneburgern stieg. Zumindest Torwart Rene Meißner steigerte sich. Beim 20:23 (48.) schien sich das Blatt zu wenden, doch zum Glück vergaben die Gäste im Konter die Chance, ihren Vorsprung auf vier Tore auszubauen. Die Ronneburger bewiesen Moral. Trotz einiger unglücklicher Offensivaktionen wie einem verworfenen Siebenmeter beim 21:24 (53.) und einem Stürmerfoul beim 24:25 (56.) übernahm Mirko Alexy weiterhin Verantwortung. Mit dummen Zeitstrafen brachten sich die Hermsdorfer selbst wieder in Not. Beim 25:25 glich der Gastgeber wieder aus. Christian Lange traf von Außen zum 25:26 (60.), ehe Mirko Alexy abermals nervenstark egalisierte. Den letzten Angriff der Holzländer überstand der HSV dann mit Glück und Geschick und sicherte sich zumindest einen wichtigen Zähler im Kampf gegen den Abstieg.

Ronneburg: M.Franke, R.Meißner - C.Eisenstein (8/1), U.Werler, A.Stölzner (1), S.Stölzner (2), D.Wiesner (1), S.Eisenstein (1), M.Alexy (9/1), M.Bäumler (3), Ho.Seidemann (1), M.Müller (n.e.)

Siebenmeter: Ronneburg 3/2 | Hermsdorf 4/4
Zeitstrafen: Ronneburg 4x2 min | Hermsdorf 2x2 min.

Schiedsrichter: C.Klich | L.Pfefferkorn (Eisenberg/Altenburg)
Sonneberger HV - HSV Ronneburg 24:19 (9:12)

1. Männer | 20.10.2012 | 18:00 Uhr

50 Minuten lang mitgehalten
Starker Torwart Meißner kann Niederlage nicht verhindern


50 Minuten lang sah es für gut aus für den HSV Ronneberg. Nach einer starken ersten Halbzeit, die die Gäste mit einer 12:9-Führung abgeschlossen hatten, schien der erste Auswärtssieg der Saison greifbar nah. Doch daraus wurde nichts. Sonneberg drehte auf, verkürzte Tor um Tor. Als in der Schlussphase bei der Koska-Sieben die Kräfte schwanden, waren die Spielzeugstädter nicht mehr zu halten und warfen mit sieben Treffern in den letzten zehn Minuten noch ein 19:24 aus Ronneburger Sicht heraus. "Am Ende war es eine Kraftfrage. Noch ohne Christopher Eisenstein, der hoffentlich nächste Woche wieder dabei ist, haben wir uns lange Zeit teuer verkauft. Zum Schluss waren wir aber stehend k.o.", resümierte Trainer Stefan Koska. Die Zeichen stand vor dem Spiel nicht günstig. Nur acht Feldspieler standen parat, von denen Holger Seidemann auch noch angeschlagen war. Dennoch überzeugte der Gast. Nach einem 3:4-Rückstand (10.) ergriff man die Initiative und baute die 7:5-Führung (20.) bis zur Halbzeit auf 12:9 aus. Bärenstark präsentierte sich Torwart Rene Meißner. Der Ex-Hermsdorfer - erst zwei Wochen in Ronneburg - meisterte in jeder Halbzeit zehn Sonneberger Würfe. Auch Martin Bäumler am Kreis verdiente sich ein Sonderlob des Trainers. Einen schweren Stand hatte Rückraumwerfer Mirko Alexy, der von den Sonnebergern in Manndeckung genommen wurde, sich dennoch immer wieder seine Wurfgelegenheiten erarbeitete, aber aus dem Spiel nur zu drei Treffern kam. Von Siebenmeterlinie war er diesmal aber sehr sicher. Die erstmals in diesem Spieljahr in Bestbesetzung angetretenen Spielzeugstädter drehten nach der Halbzeit auf. Beim 14:13 (40.) war der Gastgeber dran. Beim 17:17 (50.) wurde die heiße Schlussphase eingeleitet, in der die jungen Ronneburger auch mangels personeller Alternativen untergingen. In der Tabellen rutschte der HSV nach dem 19:24 auf Rang zwölf im Feld der 14 Mannschaften ab. Nach der dritten Niederlage in Folge muss nächste Woche im Spiel gegen das noch punktlose Schlusslicht Hermsdorf II unbedingt ein Sieg her.

Ronneburg: M.Franke, R.Meißner - U.Werler, A.Stölzner (2), S.Stölzner (1), D.Wiesner (1), S.Eisenstein (2), M.Alexy (8/5), M.Bäumler (4), Ho.Seidemann, M.Müller (1)

Siebenmeter: Sonneberg 6/3 | Ronneburg 5/5.
Zeitstrafen: Sonneberg 3x2 min | Ronneburg 5x2 min.

Schiedsrichter: M.Grußdorf | T.Blume (Artern)
HSV Ronneburg - VfB TM Mühlhausen 09 20:23 (12:7)

1. Männer | 13.10.2012 | 19:00 Uhr

Zu viel Verantwortung lastet auf den Schultern von Mirko Alexy

Gegen die mäßig in die Saison gestarteten Mühlhäuser wollten die Ronneburger ihre Ungeschlagenserie in heimischer Halle fortsetzen. Doch die Zeichen standen von vornherein nicht günstig. Christopher Eisenstein fehlte weiterhin, so dass im Angriff Mirko Alexy weitestgehend als Torjäger auf sich allein gestellt war. Für den vor einer Knieoperation stehenden Keeper Hannes Seidemann hatten die Ronneburger in der Woche unbürokratisch den Hermsdorfer Keeper René Meißner verpflichtet. Nach dem 0:1-Rückstand zogen die Ronneburger schnell das Tempo an und führten nach zehn Minuten mit 5:2. Mit schönem Kombinationshandball spielte man die Gäste schwindlig. Die Abwehr mit dem abermals stark beginnenden Matthias Franke zwischen den Pfosten ließ bis zur 20. Minute nur drei Gegentore zu, wobei sich die eigene Trefferquote mit sieben im Soll hielt. Doch schon da wurde deutlich, dass Rückraumkanonier Mirko Alexy mit fünf Fehlwürfen nicht seinen allerbesten Tag erwischt hatte. Bis zur Halbzeit enteilte der HSV auf 12:7 und schien auf dem Weg zu einem ungefährdeten Erfolg. Nach Wiederbeginn wendete sich das Blatt. 13 Minuten brauchten die Mühlhäuser, um den Pausenrückstand beim 15:15 (43.) aufgeholt zu haben. Die Gäste hielten nicht inne. Während sich die Ronneburger mit dem Hadern über strittige Entscheidungen der Referees selbst aus dem Konzept brachten − so sah Silvio Stölzner nach drei Zeitstrafen Rot (46.) − behielt der VfB den Kopf oben. Beim 16:19 (49.) rappelte sich der Gastgeber auf. Mirko Alexy und Martin Bäumler verkürzten, ehe Denny Wiesner im Konter die nochmalige Ausgleichschance vergab. Beim Stand von 18:20 verwarf Mirko Alexy auch noch einen Siebenmeter (54.). Mit der Brechstange war in der Schlussphase nichts mehr zu holen. „Wir sind an unserer schlechten Chancenverwertung gescheiert. Natürlich haben einige unglückliche Schiedsrichterentscheidungen nicht gerade zur Beruhigung beigetragen. Wir sind noch zu jung, um solch ein Spiel nach Hause zu schaukeln. Daran müssen wir arbeiten“, resümierte HSV-Trainer Stefan Koska, der schwierige Wochen vor seiner Mannschaft sieht.

Ronneburg: M.Franke, R.Meißner - A.Stölzner (3), S.Stölzner (1/RK), D.Wiesner (2), S.Eisenstein (1), M.Alexy (7/2), M.Bäumler (2), F.Biesel, Ho.Seidemann (4), M.Müller

Siebenmeter: Ronneburg 4/2 | Mühlhausen 5/4
Zeitstrafen: Ronneburg 6x2 min (+ 1 RK) | Mühlhausen 5x2 min.

Schiedsrichter: K.Kallenbach | R.Vockenberg (Bad Salzungen/Eisenach)
HSG GoGo Hornets - HSV Ronneburg 33:25 (14:14)

1. Männer | 06.10.2012 | 19:00 Uhr

Ronneburg wehrt sich tapfer
Spitzenreiter GoGo Hornets eine Halbzeit in Verlegenheit gebracht


Eine Halbzeit lang wussten die Ronneburger Handballer bei haushohen Staffelfavoriten zu gefallen. Nach Wiederbeginn war der HSV allerdings mit seinen Kräften am Ende und kassierte beim 25:33 die erwartete erste Saisonniederlage. "Wir müssen unsere Punkte woanders holen. Nach einer starken ersten Hälfte und begeisternden zehn Minuten vor der Halbzeit hat uns nach Wiederbeginn die Kraft gefehlt, was angesichts der Personalmisere nicht verwunderlich ist", schätzte Gäste-Trainer Stefan Koska nach de, Abpfiff ein. In der Tabellen rutschten die Ronneburger auf Platz sieben ab. Die Partie stand für den HSV unter keinem guten Stern. Holger Seidemann war schon im Vorfeld mit einer Grippe ausgefallen. Dann meldete sich auch noch der zuletzt so überzeugende Christopher Eisenstein wegen eines Arbeitsunfalls für die nächsten zwei bis drei Wochen ab. Famit nicht genug. Bei der Erwärmung verletzte sich Kapitän und Torwart Hannes Seidemann wieder am Knie. Das Quartett der Ausfälle machte dann Silvio Stölzner perfekt, der nach fünf Minuten wegen einer Fingerverletzung aufgeben musste. Der Spitzenreiter - vor der Saison aus dem Zusammenschluss des Ernestiner SV Gotha und des SV Blau-Weiß 1893 Goldbach-Hochheim entstanden - wirbelte die umformierten Gäste-Reihen von Anbeginn mächtig durcheinander. Schnell geriet die Koska-Sieben mit 2:7 (11.) in Rückstand, hielt in der Folge aber dagegen. Beim Stand von 8:13 (20.) bliesen die Ronneburger zur Aufholjagd. In ihrer stärksten Phase verging den heimischen Zuschauern und dem Kontrahenten Hören und Sehen. Torhüter Matthias Franke war fast unüberwindlich, überzeugte da mit acht Paraden in Folge, Treffer um Treffer holte der wie im Rausch agierende HSV auf und lag mit dem Halbzeitpfiff wieder gleichauf - 14:14. Dieses Niveau war für die Ronneburger Rumpf-Truppe aber nicht zu halten. Nach Wiederbeginn wurde man förmlich überrollt und geriet mit 16:24 (40.) ins Hintertreffen. Mehr ließ man nicht zu, was vor allem Mirko Alexy zu verdanken war, der mit 13 Treffern für mehr als die Hälfte der Torausbeute der Gäste verantwortlich zeichnete. Doch auch er konnte die 25:33-Niederlage nicht abwenden, für die sich der HSV nicht zu verstecken braucht. Trainer Koska plagen nun natürlich einige Personalsorgen mehr.

Ronneburg: M.Franke - U.Werler (1), A.Stölzner, S.Stölzner, D.Wiesner (1), S.Eisenstein (5), M.Alexy (13), M.Bäumler (3), F.Biesel (1), M.Müller (1).

Siebenmeter: GoGo Hornets 2/2 | Ronneburg 1/0.
Zeitstrafen: GoGo Hornets 9x2 min | Ronneburg 3x2 min.

Schiedsrichter: C.Klich | L.Pfefferkorn (Eisenberg/Altenburg)
HSV Ronneburg - ThSV Eisenach II 23:23 (8:14)

1. Männer | 29.09.2012 | 19:00 Uhr

Zweite Halbzeit wie im Rausch
Junge Ronneburger starten Aufholjagd gegen Eisenacher Zweitliga-Reserve


Mit einer Riesensteigerung in der zweiten Halbzeit haben sich die Thüringenliga-Handballer des HSV Ronneburg das 23:23-Unentschieden gegen die Eisenacher Zweitbundesliga-Reserve redlich verdient. Nach dem 8:14-Pausenrückstand spielte sich die Sieben von Trainer Stefan Koska angetrieben vom begeistert mitgehenden Heimpublikum förmlich in einen Rausch. "Nach schwachem Beginn, drei verworfenen Siebenmeter und der frühen umstrittenen roten Karte für Mirko Alexy hat sich die Mannschaft toll wieder zurückgekämpft. Die Moral hat gestimmt. Wir haben einen Punkt gewonnen, auch wenn zum Schluss sogar der Sieg möglich war. Begeistert war ich von Christopher Eisenstein. Was der Junge mit seinen 18 Jahren alles trifft, ist Wahnsinn", stand HSV-Trainer Stefan Koska nach dem Abpfiff noch ganz unter dem Eindruck der famosen Leistung seines Teams.Die Ronneburger agierten zunächst zu nervös. Schon nach vier Minuten flog Mirko Alexy mit Rot vom Feld. Die ersten drei Siebenmeter landeten nicht im Kasten. Über die Stationen 2:6 und 6:13 wurde die Überlegenheit der Wartburgstädter deutlich, gegen deren Angriffe der HSV kein Mittel fand. Welche Worte Trainer Stefan Koska seinen Spielen in der Kabine ins Ohr flüsterte oder welcher Zusatz im Pausentee war, wird das Geheimnis der Ronneburger Verantwortlichen bleiben. Auf jeden Fall kam eine völlig veränderte HSV-Sieben auf die Spielfläche zurück. Hinten war der zwischen die Pfosten gerückte Matthias Franke ein fast unüberwindlicher Rückhalt. Vorn warf Christopher Eisenstein den Eisenacher Torhütern die Bälle nur so um die Ohren. Auch Martin Bäumler ließ am Kreis bisher ungeahnte Fähigkeiten erkennen. Die ThSV-Verantwortlichen staunten. Die Zuschauer jubelten ihren Helden enthusiastisch zu, ließen die Sporthalle Zeitzer Straße zum Hexenkessel werden. Binnen zwölf Minuten wurde aus dem 8:14-Pausenrückstand ein 16:16 (42.), wobei der Gastgeber nur eine Minute später einen Konter erfolgreich zum 17:16 abschloss. Die ohne Wechsler angetretenen Eisenacher hielten dagegen und wiesen ihre Klasse nach. Doch auch die Ronneburger ließen nicht locker. Die Manndeckung gegen Christopher Eisenstein und Holger Seidemann kompensierte man. Andre Stölzner sprang in der Schlussphase ein und traf zwei Mal zum Ausgleich. Als Martin Bäumler zum 23:23 traf und der Gastgeber 39 Sekunden vor Abpfiff den Ball eroberte, lag sogar ein HSV-Sieg im Bereich des Möglichen. Routinier Udo Werler übernahm trotz einiger Fehlwürfe zuvor Verantwortung, wobei der Wurf von Rechtsaußen taktisch sicher nicht die optimale Variante war. Doch den Ronneburgern fehlte in diesem Fall das letzte Quäntchen Glück. Vom Innenpfosten prallte der Ball ins Feld zurück. Trotzdem jubelten die Fans über die bärenstarke Leistung des Gastgebers.

Ronneburg: Ha.Seidemann, M.Franke - C.Eisenstein (10/3), U.Werler (1), A.Stölzner (2), S.Stölzner (1/RK), D.Wiesner (2), S.Eisenstein, M.Alexy (RK), M.Bäumler (5), F.Biesel, Ho.Seidemann (2), M.Müller.

Siebenmeter: Ronneburg 6/3 | Eisenach II 5/3
Zeitstrafen: Ronneburg 6x2 min (+ 2 RK) | Eisenach II 4x2 min.

Schiedsrichter: R.Langbein | F.Schmidt (Saalfeld/Auma)
HSC Erfurt - HSV Ronneburg 20:20 (11:9)

1. Männer | 22.09.2012 | 20:00 Uhr

Ronneburg entführt Punkt aus Erfurt - Starker Torwart Franke

Von Oberliga-Absteiger HSC Erfurt entführten die jungen Ronneburger Handballer einen überraschenden Auswärtspunkt. Am Ende war sogar noch mehr drin, als der Gast beim Stand von 20:20 in der turbulenten Schlussphase eine 6-gegen-4-Überzahl nicht zum Siegtreffer nutzen konnte. "Mit einem Remis hatte ich nicht gerechnet. Die Punkteteilung ist doppelt wertvoll, da wir ohne Kreisläufer angetreten sind", resümierte HSV-Trainer Steffen Koska, der auf den berufsbedingt fehlenden Silvio Stölzner und den verletzten Martin Bäumler verzichten musste. Ronneburg begann hellwach und lag gegen die in Bestbesetzung angetretenen Landeshauptstädter nach zehn Minuten mit 4:3 vorn. Erfurt fand langsam besser in die Partie, zog auf 6:8 davon (20.). Den Zwei-Tore-Rückstand hielten die Gäste bis zur Halbzeit, wobei sich insbesondere Christopher Eisenstein mit fünf erzielten Treffern hervortat. Nach Wiederbeginn schwang sich Torwart Matthias Franke zu toller Form auf, der nach 20 Minuten Hannes Seidemann zwischen den Pfosten ablöste. Mit insgesamt 13 parierten Bällen und einer Quote von über 54 Prozent brachte er die HSC-Werfer fast zur Verzweiflung. Beim 10:14 (38.) schienen die Ronneburger abreißen lassen zu müssen, fanden aber schnell wieder zurück ins Spiel. Mit einem 16:17-Rückstand ging man in die letzten zehn Minuten, in denen sich die Gäste erstaunlich abgeklärt präsentierten. Unterm Strich stand ein wertvolles 20:20-Unentschieden, das Trainer Stefan Koska als Punkt für den Klassenerhalt einordnete. Dem Schiedsrichtergespann Scholz/Dähne (Gera) bescheinigte er eine überzeugende Spielleitung.

Ronneburg: Ha.Seidemann, M.Franke - C.Eisenstein (8), U.Werler (1), A.Stölzner (1), D.Wiesner (1), S.Eisenstein (2), M.Alexy (5/2), F.Biesel, Ho.Seidemann (2), M.Müller.

Siebenmeter: Erfurt 5/2 | Ronneburg 2/2
Zeitstrafen: Erfurt 5x2 min (+ 1 RK) | Ronneburg 10x2 min

Schiedsrichter: T.Dähne | S.Scholz (Gera)
HSV Ronneburg - Post SV Gera 25:19 (11:10)

1. Männer | 15.09.2012 | 19:00 Uhr

HSV-Sieben steigert sich in Halbzeit zwei
Ronneburger mit Derbysieg gegen Geraer Postler, die nur eine Halbzeit mithalten können


Mit einem 25:19-Erfolg im Derby gegen den Geraer Post SV ist die stark verjüngste Mannschaft des HSV Ronneburg in die Thüringenliga-Saison der Handballer gestartet. Nach einer mäßigen ersten Halbzeit mit verschlafener Startphase steigerte sich der Gastgeber in Hälfte zwei. "Die erste Viertelstunde haben wir versagt. Da hat man gemerkt, dass uns ein Führungsspieler fehlt. Es hat viel Kraft gekostet, dem Rückstand hinterher zu laufen. Nach Wiederbeginn haben wir dann 20 Minuten richtig gutem Handball gespielt. Unser Manko war dennoch die Chancenverwertung", resümierte HSV-Trainer Stefan Koska, der Torhüter Hannes Seidemann eine überragende Leistung bescheinigte. Mit 21 gehaltenen Bällen brachte der Kapitän die Post-Handballer im Abschluss förmlich zur Verzweiflung. Gerade von den Außenpositionen war an ihm kaum ein Vorbeikommen. Post-Coach Steffen Waldenburger urteilte nach Abpfiff nüchtern: "Ronneburg war einfach besser. Die stärkere zweite Halbzeit hat zugunsten des HSV entschieden. Wir haben einfach zu viele freie Bälle verworfen."
Die Anfangsphase gehörte den Geraern, die ohne Neuzugänge aufgelaufen waren. Beim 0:3 rieben sich die Ronneburger Heimzuschauer beim Blick auf die Anzeigetafel die Augen. Der HSV konnte seine Nervosität nur schwer ablegen. Nach und nach fand man in die Begegnung, wobei Post die Führung bis zur 22. Minute verteidigte. Erst da übernahm die Koska-Sieben beim 8:7 erstmals das Zepter. Rückraumspieler Mirko Alexy war neben Keeper Hannes Seidemann vor der Pause der Garant dafür, dass der Gastgeber mit einer 11:10-Führung in die Kabine durfte. Bei den Geraern verletzte sich Stefan Haupt, der nach Wiederbeginn nicht mehr mitwirken konnte, was den Rückraum der Gäste enorm schwächte. So starteten die von ihren Fans angetriebenen Ronneburger furios in die zweiten Halbzeit. Selbst von einer doppelten Unterzahl ließ man sich nicht beeindrucken. Christopher Eisenstein drehte auf. Mit seinen Kontertoren trug er maßgeblich dazu bei, dass der HSV binnen sechs Minuten auf 16:11 (36.) enteilte. Im Tor wuchs Hannes Seidemann über sich hinaus. Ein ums andere Mal motivierte er sich, seine Mitspieler und die Anhänger nach gelungenen Paraden mit der Siegerfaust. Post taumelte. Außer Robert Teichmüller, der sich als Eisvogel von der Siebenmeterlinie erwies und alle Geraer Strafwürfe im Gastgeber-Kasten unterbrachte, behielt niemand kühlen Kopf. So zogen die Ronneburger bis zum 24:15 (50.) davon. Unkonzentriertheiten im Abschluss und ein sich enorm steigernder Post-Keeper Thomas Poschbeck ließen die Waldenburger-Sieben wieder etwas aufkommen, so dass unterm Strich ein verdienter 25:19-Erfolg des HSV zu Buche stand.

Ronneburg: Ha.Seidemann, M.Franke - C.Eisenstein (8/2), U.Werler (1), A. Stölzner, S. Stölzner (1), D.Wiesner, S.Eisenstein (1), M.Alexy (9), M.Bäumler (2), Ho.Seidemann (3), F.Biesel (n.e.), M.Müller (n.e.)

Siebenmeter: Ronneburg 3/2 | Gera 5/5
Zeitstrafen: Ronneburg 8x2min | Gera 4x2min

Schiedsrichter: S.König | J.Pfefferkorn (Eisenberg/Altenburg)
HSV Ronneburg - SG Germania Zwenkau 28:25 (16:12)

1. Männer | 31.08.2012 | 19:45 Uhr

HSV Ronneburg gewinnt Abschlusstest gegen Zwenkau mit 28:25

Beim Abschlusstest gegen den sächsischen Verbandsligisten Zwenkau waren alle vier Neuzugänge mit am Start und der Gastgeber ergriff von Anfang an die Initiative. Am Ende der umkämpften Partie konnte der HSV Ronneburg einen 28:25-Sieg feiern."Mit dem Ergebnis und dem Auftritt meiner Mannschaft kann ich leben. Es war für ein Vorbereitungsspiel relativ hart, was uns aber weiter bringt. Ich habe viel gewechselt, deshalb auch viel gesehen. Gefreut hat mich die ansprechende Kulisse in heimischer Halle", schätzte HSV-Trainer Stefan Koska nach dem 28:25-Testspielerfolg gegen den westsächsischen Verbandsligisten Germania Zwenkau ein. Mit Holger Seidemann, Denny Wiesner, Sebastian Eisenstein (alle Post SV Gera) und Fabian Biesel (SHC Meerane) waren alle vier Zugänge mit von der Partie, die vom Verein als offizielle Teampräsentation genutzt wurde. Dementsprechend viele Zuschauer waren neugierig in die Sporthalle gekommen und wurden von ihrer Mannschaft nicht enttäuscht. Von Anbeginn ergriff der Gastgeber die Initiative, wenngleich gewisse Holperer nicht zu übersehen waren. So verspielte man binnen weniger Minuten einen 5:2-Vorsprung, um nach dem 5:5-Ausgleich genauso schnell wieder auf 9:6 zu enteilen. Herausragender Werfer beim HSV war Mirko Alexy, der mit elf Toren zu überzeugen wusste. Beim 13:9 hatten die Ronneburger erstmals einen Vier-Tore-Vorsprung herausgworfen, den man bis zum 16:12-Halbzeitstand verteidigte. Nach Wiederbeginn schien schnell eine Vorentscheidung zu fallen, nachdem die Koska-Sieben bis zum 22:16 davon gezogen war. Doch Zwenkau gab sich nicht geschlagen. Insbesondere der baumlange Steve Wolf, der wie Mirko Alexy elf Mal ins Schwarze traf, war nur schwer zu stellen. So witterten die Gäste beim 22:19 (44.) Morgenluft. Doch die Ronneburger zogen das Tempo an. Der in der Sporthalle für seinen Treffer besonders gefeierte Routinier Udo Werler schloss den Zwischenspurt mit seinem Tor zum 25:20 (50.) ab. In der Folge verlor der HSV seine Linie, so dass sich Zwenkau nach sechs Minuten ohne Gastgeber-Tor beim 25:24 (56.) anschickte, den Ausgleich zu markieren. Als Mirko Alexy wegen seiner zweiten Zeitstrafe nicht zur Verfügung stand, übernahm Aufbauspieler Denny Wiesner Verantwortung und erzielte das wichtige 26:24 (57.), dem der wieder im Spiel befindliche Mirko Alexy noch zwei Treffer zum 28:25-Endstand folgen ließ. Bis zum Saisonstart am 15. September in heimischer Halle gegen den Post SV Gera bleibt für Trainer Stefan Koska und seine Mannschaft noch einiges zu tun. Dennoch kann man zuversichtlich in die Saison gehen.

Ronneburg: Ha.Seidemann, M.Franke - U.Werler (1), A.Stölzner (1), S.Stölzner (2), D.Wiesner (2), S.Eisenstein (1), M.Alexy (11/1), M.Bäumler (2), F.Biesel (3), Ho.Seidemann (2), M.Müller (3)

Siebenmeter: Ronneburg 1/1 | Zwenkau 3/1
Zeitstrafen: Ronneburg 5x2min | Zwenkau 4x2min

Schiedsrichter: D.Jung | G.Jung (Sonneberg)